Archiv der Kategorie: Zensur

In letzter Zeit begegne ich im Netz …

… immer wieder Leuten ohne juristische Vorbildung, die in Punkto PIPA, SOPA, Three-T(w)o-One-Strikes und Co. beschwichtigen und anderen Leuten das Mitdiskutieren absprechen wollen, nur weil sie nicht den Gesetzesentwurf lesen wollen, können, whatever, sondern sich stattdessen auf die vielen Zusammenfassungen inkl. Bewertungen mit möglichen Auswirkungen begnügen …

Die Quintessenz der Gesetzesvorlagen ist doch, dass Rechteverwertern ein Entfernungsrecht von Inhalten aufgrund einer bloßen Behauptung eingeräumt werden soll. Ohne ordentliches Gerichtsverfahren. Ohne echte Beweise. Es gibt also hier keine Unschuldsvermutung mehr – und dass das ausgenutzt werden wird, um unliebsame Kritik aus dem Netz zu nehmen, dürfte auch glasklar sein.

Das war’s doch zusammengefasst, oder nicht?

Die Zehn Gebote der Apple-Jünger

Apple kommt mir nicht mehr ins Haus!

Apple kommt mir nicht mehr ins Haus!

Gibt’s bestimmt zu Hauf im Internet, aber das hab ich mir gerade zusammengereimt – ist wirklich einfach, wenn man sich die letzten Wochen des größenwahnsinnigen Mists anschaut, den Jobs absondert:

  1. Jobs sei dein Prophet. Dulde keinen neben ihm. Es gibt keine anderen Wahrheiten. Jobs‘ Worte sind in Stein gemeißelt. Hail Jobs!
  2. Adobe und Flash sind böse. Microsoft und Windows ist böse. Genauso sind Google und Android böse.
  3. HTML5, CSS und H.264 sind der Heilige Gral.
  4. OpenSource ist böse und verstößt gegen Patentrechte, die wir „bald“ erfolgreich(!!!!) einklagen werden.
  5. Es gibt keine brauchbare Hardware außer der von Apple, egal ob du sie dir alle zwei Jahre neu kaufen musst.
  6. Es gibt keine brauchbare Software außer der von Apple, egal wie schlecht gewartet und mit der Hardware verdongelt sie ist.
  7. Es gibt keine brauchbaren Apps außer denen, die von Apple freigeschaltet wurden.
  8. Deinen täglichen vorzensierten Medienkonsum entnehme iTunes und dem AppStore. Es gibt sonst nichts. Alles andere ist zu anzüglich oder gar brutal.
  9. Du brauchst sonst nichts im Leben außer Apple-Soft- und Hardware.
  10. Bei Begegnung mit Ungläubigen, überflute die Gegner mit unserer Propaganda und „eigenen Erfahrungen“ wie toll wir doch sind.

Da ich mich bislang an keines dieser zehn Gebote gehalten habe und auch künftig nicht daran halten werde, beabsichtige mein Geld sinnvoller auszugeben. Es ist schon lustig, wenn die PC-Plattform mittlerweile freier ist, als Apple.

P.S.: Das liest sich nicht nur wie ein schlechter Satireversuch – die Gebote 2 bis 9 sind offenkundige Geschäftspolitik der Firma mit dem abgebissenen Logo.

Niedergang des Anime-Marktes – Teil II

Nur exklusiv, weil ich heute Naruto auf RTL II sehen konnte, dieser schnelle Eintrag als Ergänzung zu meinem letzten Beitrag. Mir ist nämlich die perfekte Sinnlosigkeit an Bearbeitung eines Animes aufgefallen, die aufzeigt, dass die Lizenznehmer einen Sekundärmarkt aufgebaut haben, in dem es lediglich um eine Art Beschäftigungstherapie und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahme zu gehen scheint.

Kein Wunder, dass dieser schwere Klotz die Wirtschaft in diesem Sektor dann noch mal so stark belastet, wenn die Käufer wegbleiben – weil ihnen eben genau diese Bearbeitungen auf die Nerven gehen.

Zu dem, was mir aufgefallen ist:

Es gibt derzeit mindestens zwei unterschiedliche Fassungen der Episode Nummer 55 „Jede Menge Kaulquappen, nur kein Frosch“ (jp. 切ない想い 願いを込めた一輪 / Setsunai Omoi, Negai o Kometa Ichirin) und alles nur, weil man gemeint hat, dass man nicht durch ein geschlossenes Fenster miteinander reden kann.

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