Xubuntu 10.04 LTS – Ersteindruck des Release

Ein kleiner Live-Erfahrungsbericht meines Ersteindrucks der neuen Xubuntu-Version. Ist live mitgetippt und liest sich dementsprechend etwas wirr, nicht zuletzt, da ich gestern eine Nachtschicht zwecks Reparatur nach einem fehlgeschlagenen Upgrade von 9.10 auf 10.04 einlegen musste.

Nachdem ich meinem alten AthlonXP-Rechner ein kleines Hardware-Upgrade in Punkt Grafikkarte (Nvidia Geforce FX 5200 -> Geforce 7900 GS, neue WLAN-Karte die von Linux unterstützt wird) habe ich nun ein System, auf dem ich das „alte“ XP nutzen kann, neben dem neueren, aber ebenfalls „alten“ Vista (man will ja die Lizenzen nicht ungenutzt rumfliegen lassen). Das ist doch perfekt, um dann noch Xubuntu hinzuzuinstallieren.

Nachdem das Upgrade von 9.10 aufgrund eines Fehlers bei der GRUB2-Konfiguration erwartungsgemäß aufgrund eines Missverständnisses in die Hose ging, wage ich nach einem Tag Reparatur eine komplette Neuinstallation von Xubuntu 10.04 und formatiere die Partition mit ext3. Ext4 ist zwar neu, aber brauche ich bei 10 GB, die ich für das System vorgesehen habe, sowieso nicht.

Gesagt getan: Das Image ist schnell geladen und auf CD gebrannt. Der alte Athlon unterstützt leider kein Booten vom USB-Stick. Der Start des Live-Systems ist soweit voll in Ordnung, die Oberfläche erscheint mir bis auf dein Eintrag „Software Center“ im Programme-Menü komplett deutsch, was ein echter Fortschritt im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen ist. Das Beste an dem Desktop: Er sieht aus wie unter 9.10 – hier und da ein neues Icon, das war’s aber auch schon an merklichen Neuerungen. Die vorgeschlagene Partitionierung ist mir allerdings zu riskant: Xubuntu will knapp 30% der Festplatte beanspruchen und dabei unter anderem die Windows-Laufwerke verkleinern. Zum Glück habe ich aber bereits zuvor eine Paritionierung vorgesehen und stelle sie dann manuell mit entsprechenden Mount-Punkten ein.

Soweit so gut, mit der eingerichteten WLAN-Verbindung ist die Installation nun sehr leicht. Es wird alles geholt, was man braucht und dann angeboten, das System neu zu starten. Beim Halten des Systems, gibt der Kernel jedoch nach dem Auswurf der CD etliche I/O-Fehler an für eben dieses Laufwerk („dev sr0“) – wirklich erst nach dem Auswurf des Mediums und nicht bereits vorher. Das sind insgesamt so viele, dass es in dem Grafikmodus für den 1080p-Bildschirm mehr als eine Bildschirmseite einnimmt. Das System fährt dann nach einem Neustart ganz normal in den GRUB2-Bootmanager hoch, bei dem lustigerweise natürlich Linux ganz weit oben steht. Mal sehen, wann und vor allem wie ich nu Windows an die erste Stelle bekomme und zwar so, dass das auch nach einem Kernel-Sicherheitsupdate noch immer passt – Xubuntu soll ja schließlich nur Zweitsystem bleiben.

Das Xubuntu startet dann also – ohne lila Bootscreen, dafür aber mit neuem eigenem Logo. Das System ist nach dem Einloggen fix da. Und siehe da: schon zwei Updates für das System – die librsvg2-2 und librsvg2-common sollen erneuert werden. Nun gut, das mache ich später, da ich erst einmal die Software prüfen will: Gimp… ist in der Standard-Installation von Xubuntu geblieben, was mich freut, da ich nur noch Inkscape hinzuinstallieren muss.

Neben Firefox in der Version 3.6.3 glänzt nunmehr auch ein vorinstalliertes Thunderbird 3.0.4, nebst Pidgin zum Chatten. OpenOffice ist erwartungsgemäß aufgrund der Paketgröße nicht vorinstalliert, dafür aber AbiWord. Im Software Center wird OpenOffice in der Version 3.2.0 angeboten – ich wähle gleich das ganze Paket „OpenOffice.org Büroanwendungen“ aus und schmeiße dann AbiWord runter. VLC kommt auch drauf, mal sehen, ob der nunmehr meine Kauf-DVDs abspielen kann. Ebenso Flash und Java („Contra Jobsilein“)

Leider, leider ist Googles Webkit-Browser weder unter „Chrome“ noch unter „Chromium“ zu finden, was ich wirklich bedaure, da ich ihn unter Windows mittlerweile standardmäßig neben Firefox einsetze. Mal sehen, ob ich den hier für das System kompilieren will.

Die proprietären Nvidia-Treiber installiere ich natürlich auch. Seid mir bitte nicht böse, liebe Leser, aber da ich den Monitor analog am Athlon-System habe (DVI ist am Core2-System angeschlossen) erhoffe ich mir hiervon, dass ich nicht ständig das Bild nach links oder rechts schieben muss, wenn ich zwischen Windows und Linux wechsle.

Während das System also noch OpenOffice bzw. jetzt VLC lädt, schließe ich hier mal ab. Der Ersteindruck ist – bis auf das GRUB2-Monster – recht ordentlich. Das System arbeitet auf der zehn Jahre alten Hardware genauso flott wie unter Windows XP und natürlich sehr viel schneller als Vista. Was ich heute abend noch testen werde, ist mein Canon-Scanner und die 64bit-Version auf dem Core2. Mein Samsung-Notebook wird leider noch immer nicht voll unterstützt. Grafikauflösung ist in Ordnung, doch das WLAN fehlt noch immer. Dementsprechend ist dann hier lustigerweise auch der Xfce-Desktop komplett in Englisch.

Update: Spielt bloß nicht mit dem Erscheinungsbild herum… Ich habe grade auf irgendeinen alternativ Skin (war einer der letzten fünf) geklickt, und jetzt komme ich nicht mehr in meine Session rein. X(

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Veröffentlicht am 1. Mai 2010 in Linux, Open Source Software und mit , , , , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Xubuntu 10.04 LTS – Ersteindruck des Release.

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