Archiv für den Monat Februar 2010

Daten kann man nicht stehlen…

Aha, werte Politiker – eine erstaunliche Feststellung die ihr da in den letzten Tagen immer wieder (aus reinen wahltaktischen Gründen) trefft, um sich beim gemeinen Wahlvolk beliebt zu machen und endlich den Datenträger mit den gestohlenen Daten über Schweizer Bankkunden zu kaufen, die angebliche Steuersünder

Nicht nur, dass ihr damit den Begriff der Raubkopien ad absurdum führt, nein, sie höhlen damit auch den Datenschutz und das Recht auf informelle Selbstbestimmung von deutschen Bundesbürgern komplett aus! Künftig ist es dann nämlich auch legitimiert, dass es private Datensammelzentren innerhalb von Call-Centern gibt, die die Daten ihrer Kunden weiterverkaufen.

So sehr ich es auch begrüßen würde, dass man den Steuersündern auf die Schliche kommt und ihnen den Garaus macht: Kaufen die Politiker die CD/DVD/etc., ist die Datensicherheit des normalen Bürgers gefährdet.

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Hoppla… Moralische Bedenken…

Sieh an unsere Regierung kennt nach Internetzensur und Ansinnen über Verschärfung der Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen doch noch sowas wie Moral.

Welch ein Zufall, dass diese Moral immer genau dann erhoben wird, wenn eine CD mit Daten über illegale Geldbewegungen zum Kauf angeboten wird.

Werte Bundesregierung: Das Ankaufen von Informanten ist schon lange Gang und Gebe. Geniert euch nicht so, nur weil einige eurer Geldgeber in den Listen auftauchen werden.

Naja, andererseits – macht doch eh was ihr wollt. Die Deutschen sind ein revolutionsmüdes Völkchen – mit denen kann man’s ja machen.