Fans der Harem-Mangas trauern …

… die Redaktion der Weekly Shonen Jump hat die Einstellung des Mangas “To LOVE-Ru“, in Deutschland als „Love Trouble“ veröffentlicht, bereits letzte Woche mit dem Druck von Kapitel 161 bekannt gegeben und dann diese Woche umgesetzt.

Überraschend kam das nicht wirklich für Kenner des Bewertungssystems, dass in dem Manga Bakuman, der ebenfalls in der Weekly Shonen Jump läuft, teilweise erklärt wird. Die veröffentlichten Mangas werden nach einem bestimmten System von den Lesern bewertet, und fällt er in der Gunst der Leser zu weit zurück, können ihn nicht einmal mehr relativ gute Verkaufsergebnisse bei den Einzelbänden mehr helfen. Und genau das war bei To LOVE-Ru der Fall. Leser können zwar noch darauf hoffen, dass man ähnlich wie bei Shaman King ein richtiges Ende in der Einzelband-Fassung erhält, denn Kapitel 162 bietet so gut wie gar keine Auflösung, doch ist die Serie de facto tot, da nicht einmal eine Fortsetzung in der Jump SQ nachgedacht wurde. Als Seinen kann man die Serie ebenfalls aufgrund ihrer zu jungen Protagonisten nicht einstufen, so dass nur noch die Fortsetzung als Einzelband bliebe.

Meiner Ansicht nach ist das Thema, um das sich To LOVE-Ru dreht, schon ausgelutscht gewesen, bevor es überhaupt angefangen hatte. Eine schöne Außerirdische kommt auf die Erde und verdreht einem jungen Schüler total den Kopf, der in eine Mitschülerin verknallt ist. Aus den Abenteuern entstehen etliche weitere Liebschaften und auch der ein oder andere Geschlechtswechsel beim Protagonisten und dessen Rivalen. Hört sich nach einem wilden Mix aus Urusei Yatsura und Ranma ½ an – was es auch irgendwie war. Leider, muss man in dem Punkt einfach sagen, haben die japanischen Zensurgesetze IMO dann wohl auch dazu beigetragen, dass die Serie nicht mehr weiterläuft, denn während in der wöchentlichen Ausgabe beispielsweise sämtliche Brustwarzen entfernt wurden, waren sie in der Einzelband-Version gänzlich zu sehen.

Die Zeichnungen mögen ohne jeden Zweifel zwar top gewesen sein und der Manga bot auch einiges an Nacktheitsogenanntem „Eyecandy“, aber nach einer durchaus guten Anfangsphase, verflachte die Handlung einfach zusehends, so dass man einfach nur einige aneinandergereihte Abenteuer hatte, die mal das eine Mädchen, mal das andere in eine verfängliche und entblößende Position brachten.

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Veröffentlicht am 30. August 2009, in Manga & Anime, Reviews. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Fans der Harem-Mangas trauern ….

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