Dragonball Evolution – Lachnummer oder doch nur schlecht?

Seit 2002 sitzen die Macher nun an dem Filmprojekt und haben versucht, dem legendären Shonen-Manga einen würdigen Film zu spendieren. Haben sie’s geschafft? Oder werden die Befürchtungen der „Ur-Fans“ voll erfüllt?

Kurz und schmerzlos: Nein! Und Ja!

Ich habe bisher nicht einen Review gesehen, in dem der Film auch nur ansatzweise gelobt wurde. Fangen wir mal bei den Worten des Meisters persönlich an – Akira Toriyama – der meinte, dass man den Film als Dragonball-Fan vielleicht lieber als Paralleluniversum abtut. (Quelle: Anime News Network)

Die Handlung des Films ist schon haarsträubend und basiert nur in minimalistischen Grundelementen auf den Figuren des Films. Man mag es wirklich als kleines unwichtiges Detail ansehen, aber dass selbst die Hoipoi-Kapseln zu kleinen Kästchen verkommen sind, die das Gerät erst langsam wie bei einem Transformer aufbauen, ist genau wie Bulmas falsche Haarfarbe ein Symptom, das einfach auf verschiedene größere Mängel hinweist.

Fangen wir mal mit einer Übersicht dessen an, was schon aufgrund des Trailers als Änderung an der Handlung und dem Szenario deutlich erkennbar ist.

Hintergrund der Geschichte

Die sieben Dragonballs wurden nicht von „Gott“ geschaffen, der wie Piccolo die Abspaltung eines Namekianers ist, sondern von sieben Weisen, die gegen Piccolo gekämpft haben, der – offenbar grundlos – die Erde zerstören wollte.

Hintergrund der Figuren

„Goku“ (ohne Son!) ist ein einfacher High-School-Schüler, der sich als Außenseiter ständig von seinen Mitschülern hänseln lässt. Seine Hormone – Amis verwechseln das in diesen Teenie-Komödien häufiger mit „Liebe“ – werden durch Chi Chi im Besonderen geweckt. Sogar so sehr, dass sich Goku versucht, die Haare mit Wachs zu stylen.

Gohan – also Gokus Großvater – lebt noch immer, genau wie Mutaito, der nun plötzlich schwarz ist… Schon komisch, hatte man Toriyama mit Popo doch rassisitische Gedanken unterstellt und die Figur mit den Blackface-Darstellungen in den Anfängen der US-Kinofilm verglichen.

Chi Chi wohnt nicht mehr auf dem Bratpfannenberg, sondern in einer amerikanischen Vorstadt.

Bulma mutiert von der naiven und manipulativen Göre zur Lara-Croft-Kopie.

Mai – ursprünglich Pilafs Gehilfin, die wie auch ihr Boss kaum etwas zustande gebracht hat – ist nicht nur Piccolos rechte Hand, sondern kann auch ihre Gestalt verändern.

Piccolo… David Marsters groß als Star angekündigt, hat offenbar nicht all zu viel Dialoge… Und Oozarus sind nunmehr Piccolos Schoßtiere, die ihm aufs Wort gehorchen.

Aber der Film lief doch noch gar nicht…

Nicht hier in Deutschland, wo sich 20th Century Fox offenbar entschied anderen Kassenschlagern wie „X-Men: Wolverine“ und „Star Trek“ aus dem Weg zu gehen. Dafür aber schon in Japan und Hongkong. Sehr lesenswert ist in dem Zusammenhang die Review auf Anime News Network, die man hier auf Englisch lesen kann.

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Veröffentlicht am 24. März 2009 in Fernsehen & Kino, Kritik und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Dragonball Evolution – Lachnummer oder doch nur schlecht?.

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