Niedergang des Anime-Marktes – Teil II

Nur exklusiv, weil ich heute Naruto auf RTL II sehen konnte, dieser schnelle Eintrag als Ergänzung zu meinem letzten Beitrag. Mir ist nämlich die perfekte Sinnlosigkeit an Bearbeitung eines Animes aufgefallen, die aufzeigt, dass die Lizenznehmer einen Sekundärmarkt aufgebaut haben, in dem es lediglich um eine Art Beschäftigungstherapie und Arbeitsplatzbeschaffungsmaßnahme zu gehen scheint.

Kein Wunder, dass dieser schwere Klotz die Wirtschaft in diesem Sektor dann noch mal so stark belastet, wenn die Käufer wegbleiben – weil ihnen eben genau diese Bearbeitungen auf die Nerven gehen.

Zu dem, was mir aufgefallen ist:

Es gibt derzeit mindestens zwei unterschiedliche Fassungen der Episode Nummer 55 „Jede Menge Kaulquappen, nur kein Frosch“ (jp. 切ない想い 願いを込めた一輪 / Setsunai Omoi, Negai o Kometa Ichirin) und alles nur, weil man gemeint hat, dass man nicht durch ein geschlossenes Fenster miteinander reden kann.

Welches ist nun das Original?

Welches ist nun das Original?

Leider habe ich den Aufnahmeknopf zu spät erwischt, dann würde man es besser sehen, aber ich denke, dass es auch so verständlich genug ist, um die Sinnlosigkeit dieser Veränderung zu sehen. Zur Szenenbeschreibung: Ino und Sakura sind auf dem Weg ins Krankenhaus, um Sasuke und Rock Lee zu besuchen, als sie an dem koreanischen Grillrestaurant vorbeikommen, in dem Chōji, Shikamaru und Asuma sitzen. Ino bemerkt, dass es widerlich sei, schon so früh am Tag so viel zu essen, woraufhin sich ein kleines Gespräch entwickelt… Die mir aufgefallene Bearbeitung schließt hier ein, dass das Fenster, dass in der Originalfassung geschlossen ist, in der deutschen Fassung, welche durch Panini bearbeitet wurde (es hieß, dass ab Episode 53 die Original-Episoden als Grundlage für die bearbeitete deutsche Fassung dient) nunmehr offen ist.

Ich weiß nicht, ob man den Japanern bzw. TV Tokyo und Studio Pierrot unterstellen kann, zwei unterschiedliche Szenen hierfür angefertigt und verkauft zu haben, aber im Zweifel sind es immer die nicht-japanischen Lizenznehmer, die so einen Schmu veranstalten, nur um die Verkaufszahlen für DVDs zu erhöhen. 4kids ist das beste Beispiel, gaben sie doch unverholen zu, die Fernsehausstrahlung bewusst zu manipulieren, damit sich die Fans die unzensierten (und überteuerten) DVDs kaufen.

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Veröffentlicht am 23. April 2008 in Manga & Anime, Naruto / Naruto Shippuuden, Zensur und mit , getaggt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Kommentare deaktiviert für Niedergang des Anime-Marktes – Teil II.

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